bekannt aus

RTL · SAT.1 · NDR · ARD Mediathek · Spektrum.de

Hund hat Chemikalien geschluckt: Was tun?

Bei Verdacht das tun:

  • Reste der Chemikalie und die Verpackung sicherstellen – wichtig für die tierärztliche Behandlung
  • Bei Kontakt mit Haut oder Fell die betroffene Stelle mit viel lauwarmem Wasser spülen
  • Sofort die Tierarztpraxis, Tierklinik oder die Giftnotrufzentrale kontaktieren

Du hast RUDEL. bereits?
Lass dich schrittweise durch den Notfall führen.

Über 10.000 Menschen mit Hund vertrauen RUDEL. bereits.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 97% geben RUDEL. 5 Sterne im App Store

Eine leuchtend grüne Illustration einer Giftflasche mit Totenkopf-Symbol neben einer großen Reinigungsmittelflasche und einer Sprühflasche, aus denen Flüssigkeit auf den Boden tropft

Geprüft vom RUDEL. Fachteam Erste Hilfe Hund (zuletzt geprüft: 08.09.2026).

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Woran du es erkennst

  • Vermehrtes Speicheln, Erbrechen oder Durchfall
  • Rötungen, Reizungen oder Verätzungen an Maul, Pfoten oder Fell
  • Atemnot oder Husten bei eingeatmeten Dämpfen
  • Unruhe, Zittern oder Koordinationsstörungen
  • Apathie oder Bewusstseinstrübung

Das musst du im Ernstfall tun

  • Verpackung oder Reste der Chemikalie sicherstellen und zur Tierklinik mitnehmen – das erleichtert die gezielte Behandlung
  • Bei Hautkontakt die betroffene Stelle sofort mit viel lauwarmem Wasser gründlich spülen
  • Bei Kontakt mit den Augen ebenfalls ausgiebig mit lauwarmem Wasser spülen
  • Kein Erbrechen auslösen, außer eine Tierärztin oder ein Tierarzt rät ausdrücklich dazu – bei ätzenden Stoffen kann Erbrechen zusätzlichen Schaden verursachen
  • Sofort telefonisch Kontakt zu einer Tierklinik oder Giftnotrufzentrale aufnehmen und deren Anweisungen befolgen

In der RUDEL. App bekommst du für genau diese Situation in Sekunden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Kein Erbrechen auslösen, ohne vorher tierärztlich Rücksprache gehalten zu haben – bei ätzenden oder schäumenden Substanzen kann das gefährlich sein
  • Keine Hausmittel wie Milch, Öl oder Salz verabreichen
  • Nicht abwarten, auch wenn dein Hund zunächst unauffällig wirkt

Welche Hunde besonders gefährdet sind

  • Hunde mit Zugang zu Garage, Keller oder Gartenschuppen, in denen Reiniger, Frostschutz oder Farben lagern
  • Hunde, die auf frisch gereinigten oder behandelten Flächen laufen und sich anschließend die Pfoten lecken
  • Welpen und neugierige Hunde, die an Behältern schnüffeln oder kauen

So beugst du vor

  • Reinigungsmittel, Frostschutzmittel und andere Chemikalien stets verschlossen und außer Reichweite lagern
  • Nach dem Putzen behandelte Böden gut trocknen und lüften lassen, bevor dein Hund den Raum betritt
  • Chemikalien niemals in Getränkeflaschen oder Näpfen aufbewahren

Du bist gerade unsicher?

Der kostenlose RUDEL. Notfall-Guide führt dich Schritt für Schritt durch eure Situation.

Über 10.000 Menschen mit Hund vertrauen RUDEL. bereits.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 97% geben RUDEL. 5 Sterne im App Store

Häufig gefragt

Darf ich bei meinem Hund Erbrechen auslösen, wenn er eine Chemikalie geschluckt hat?

Nicht ohne tierärztliche Rücksprache. Bei ätzenden oder schäumenden Substanzen kann Erbrechen die Speiseröhre zusätzlich schädigen. Kontaktiere immer zuerst eine Tierklinik oder die Giftnotrufzentrale, bevor du handelst.

Was mache ich, wenn die Chemikalie auf die Haut oder ins Fell meines Hundes gelangt ist?

Spüle die betroffene Stelle sofort ausgiebig mit viel lauwarmem Wasser, um die Chemikalie zu verdünnen und zu entfernen. Kontaktiere anschließend umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Weitere Notfälle

Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Hunden. Er ist ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG), Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und hat mit RUDEL. das Canine Science Forum mitorganisiert.

Besonders wichtig ist ihm die Verbindung von praktischer Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und tiermedizinischem Wissen rund um den Alltag mit Hund. Vertieft hat er seine Perspektive unter anderem als Gastforscher am Max-Planck-Institut, im Austausch mit Dog Labs weltweit sowie bei Aufenthalten im spanischen Tierschutz und in Costa Rica, wo er unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mensch und Hund kennengelernt hat.