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Hund ist unterkühlt: Was tun?

Bei Verdacht das tun:

  • Deinen Hund sofort in eine warme, trockene Umgebung bringen
  • Langsam mit Decken und Körperwärme aufwärmen, nicht abrupt
  • Bei starker Unterkühlung sofort eine Tierklinik kontaktieren

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Geprüft vom RUDEL. Fachteam Erste Hilfe Hund (zuletzt geprüft: 08.09.2026).

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Woran du es erkennst

  • Starkes Zittern, später Ausbleiben des Zitterns trotz Kälte
  • Kalte Ohren, Pfoten und Körperoberfläche
  • Apathie, Schwäche oder Bewusstseinstrübung
  • Langsamer Herzschlag und flache Atmung
  • Steife Bewegungen oder Muskelsteifheit

Das musst du im Ernstfall tun

  • Deinen Hund sofort aus Kälte und Nässe in eine warme, trockene Umgebung bringen
  • Nasses Fell trockenreiben, dabei nicht zu stark reiben
  • Mit trockenen Decken und Körperwärme langsam aufwärmen – keine heißen Wärmequellen direkt auf die Haut
  • Eine Rettungsdecke kann zusätzlich helfen, Wärme zu speichern
  • Bei starker Unterkühlung (steife Bewegungen, Bewusstseinstrübung) sofort eine Tierklinik aufsuchen

In der RUDEL. App bekommst du für genau diese Situation in Sekunden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Deinen Hund nicht abrupt mit heißem Wasser oder direkter Hitze (z. B. Heizkissen ohne Isolierschicht) aufwärmen – das kann Verbrennungen und Kreislaufprobleme verursachen
  • Nicht abwarten, wenn dein Hund apathisch oder steif wirkt
  • Keine Massagen der eiskalten Gliedmaßen durchführen, das kann das Gewebe schädigen

Welche Hunde besonders gefährdet sind

  • Kleine, kurzhaarige oder sehr junge/alte Hunde
  • Hunde nach dem Schwimmen bei kaltem Wetter
  • Hunde, die längere Zeit Kälte, Nässe oder Wind ausgesetzt waren

So beugst du vor

  • Bei Kälte und Nässe Aufenthalte im Freien verkürzen
  • Gefährdete Hunde mit einem Hundemantel schützen
  • Nach dem Schwimmen oder Regen das Fell zeitnah trockenreiben

Du bist gerade unsicher?

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Häufig gefragt

Wie wärme ich einen unterkühlten Hund richtig auf?

Bringe ihn in eine warme, trockene Umgebung, reibe nasses Fell trocken und wärme ihn langsam mit Decken und Körperwärme auf. Vermeide abrupte Hitzequellen wie sehr heißes Wasser direkt auf der Haut.

Woran erkenne ich eine starke, gefährliche Unterkühlung?

Anzeichen sind Ausbleiben des Zitterns trotz Kälte, steife Bewegungen, Apathie oder Bewusstseinstrübung. In diesem Fall solltest du sofort eine Tierklinik kontaktieren.

Weitere Notfälle

Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Hunden. Er ist ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG), Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und hat mit RUDEL. das Canine Science Forum mitorganisiert.

Besonders wichtig ist ihm die Verbindung von praktischer Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und tiermedizinischem Wissen rund um den Alltag mit Hund. Vertieft hat er seine Perspektive unter anderem als Gastforscher am Max-Planck-Institut, im Austausch mit Dog Labs weltweit sowie bei Aufenthalten im spanischen Tierschutz und in Costa Rica, wo er unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mensch und Hund kennengelernt hat.