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Hund hat eine giftige Pflanze gefressen: Was tun?

Bei Verdacht das tun:

  • Die Pflanzenart wenn möglich bestimmen oder ein Foto machen
  • Reste der Pflanze aus dem Maul entfernen, falls noch vorhanden
  • Sofort eine Tierklinik oder die Giftnotrufzentrale kontaktieren

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Eine leuchtend grüne Illustration einer Giftflasche mit Totenkopf-Symbol neben einer Pflanze mit glockenförmigen Blüten und dunklen Beeren, ähnlich der Tollkirsche

Geprüft vom RUDEL. Fachteam Erste Hilfe Hund (zuletzt geprüft: 08.09.2026).

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Woran du es erkennst

  • Vermehrtes Speicheln, Erbrechen oder Durchfall
  • Reizungen im Maulbereich, z. B. bei stark reizenden Pflanzen (Aronstab, Dieffenbachie)
  • Zittern, Unruhe oder Herzrhythmusstörungen (je nach Pflanze)
  • Apathie oder Bewusstseinstrübung

Das musst du im Ernstfall tun

  • Die genaue Pflanzenart identifizieren oder fotografieren – das ist entscheidend für die richtige Behandlung
  • Sichtbare Pflanzenreste vorsichtig aus dem Maul entfernen
  • Sofort telefonisch Rücksprache mit einer Tierklinik oder der Giftnotrufzentrale halten
  • Kein Erbrechen ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung auslösen

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Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Kein Erbrechen ohne tierärztliche Rücksprache auslösen
  • Die Pflanze nicht als „wahrscheinlich harmlos“ einschätzen, ohne sie zu identifizieren
  • Nicht abwarten, auch wenn dein Hund zunächst unauffällig wirkt

Welche Hunde besonders gefährdet sind

  • Hunde mit Zugang zu Zimmerpflanzen oder Gartenpflanzen wie Efeu, Eibe oder Oleander
  • Welpen und neugierige Hunde, die an Pflanzen knabbern

So beugst du vor

  • Giftige Zimmer- und Gartenpflanzen meiden oder unzugänglich platzieren
  • Vor dem Pflanzenkauf gezielt die Verträglichkeit für Hunde recherchieren
  • Abgefallene Blätter, Blüten oder Beeren regelmäßig entfernen

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Häufig gefragt

Warum ist es wichtig, die genaue Pflanzenart zu kennen, die mein Hund gefressen hat?

Verschiedene Pflanzen enthalten unterschiedliche Giftstoffe mit jeweils eigenen Wirkmechanismen. Die genaue Kenntnis der Pflanze hilft der Tierärztin oder dem Tierarzt, gezielt und schnell die passende Behandlung einzuleiten.

Reicht es, abzuwarten, wenn mein Hund nur wenig von einer giftigen Pflanze gefressen hat?

Nein, auch kleine Mengen mancher Pflanzen können ernste Symptome auslösen. Kontaktiere in jedem Fall eine Tierärztin, einen Tierarzt oder die Giftnotrufzentrale zur Einschätzung.

Weitere Notfälle

Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Hunden. Er ist ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG), Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und hat mit RUDEL. das Canine Science Forum mitorganisiert.

Besonders wichtig ist ihm die Verbindung von praktischer Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und tiermedizinischem Wissen rund um den Alltag mit Hund. Vertieft hat er seine Perspektive unter anderem als Gastforscher am Max-Planck-Institut, im Austausch mit Dog Labs weltweit sowie bei Aufenthalten im spanischen Tierschutz und in Costa Rica, wo er unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mensch und Hund kennengelernt hat.