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Hund ist bewusstlos: Erste Hilfe Schritt für Schritt

Bei Verdacht das tun:

  • Ruhe bewahren, deinen Hund vorsichtig ansprechen und leicht berühren – reagiert er auf Stimme oder Berührung?
  • Atmung prüfen – geht der Brustkorb auf und ab? Bei vorhandener Atmung die stabile Seitenlage anwenden
  • Sofort tierärztliche Hilfe anfordern, bereits während der ersten Maßnahmen

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Kurz erklärt:
Bewusstlosigkeit ist bei deinem Hund immer ein Notfall. Die Ursachen reichen von Kreislaufversagen über Krampfanfälle und Kopfverletzungen bis hin zu inneren Blutungen, Schock oder Vergiftungen. Selbst wenn sich der Zustand schnell bessert, sollte immer eine tierärztliche Abklärung erfolgen.

Geprüft vom RUDEL. Fachteam Erste Hilfe Hund (zuletzt geprüft: 08.09.2026).

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Woran du es erkennst

  • Zusammenbrechen ohne vorherige Ankündigung
  • Reglose Körperhaltung, keine Reaktion auf Ansprache
  • Flache oder keine Atmung
  • Blasse oder blaue Schleimhäute
  • In schweren Fällen: Urin- oder Kotabsatz

Das musst du im Ernstfall tun

  • Ruhe bewahren, kurz durchatmen und eine sichere Umgebung schaffen (Straße, Wasser, Treppen meiden)
  • Deinen Hund vorsichtig ansprechen und leicht berühren, um zu prüfen, ob er reagiert
  • Die Atmung prüfen – geht der Brustkorb auf und ab, ist Atem hör- oder fühlbar?
  • Bei vorhandener Atmung die stabile Seitenlage anwenden (Beine unterstützen, Kopf seitlich, Hals gestreckt)
  • Ist keine Atmung erkennbar, sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen
  • Sofort tierärztliche Hilfe anfordern, möglichst schon während der ersten Maßnahmen

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Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Keine Flüssigkeit oder kein Futter geben – ein bewusstloser Hund kann sich leicht verschlucken
  • Keine hektischen Bewegungen oder Reizüberflutung, dein Hund könnte panisch erwachen
  • Nicht abwarten, auch wenn sich der Zustand schnell zu bessern scheint
  • Mögliche Ursachen wie Stromschlag, Trauma oder Krampfanfall nicht unerwähnt lassen – diese Information hilft der Tierärztin oder dem Tierarzt

Welche Hunde besonders gefährdet sind

  • Hunde mit bekannten Herz- oder Kreislauferkrankungen
  • Hunde nach einem Unfall oder Kopfverletzung
  • Hunde mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte
  • Hunde bei großer Hitze oder starkem Stress

So beugst du vor

  • Bekannte Herz-, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen regelmäßig tierärztlich kontrollieren lassen
  • Große Hitze und starke Anstrengung bei gefährdeten Hunden vermeiden
  • Nach jedem Vorfall von Bewusstlosigkeit eine gründliche tierärztliche Abklärung vornehmen lassen
  • Auffälligkeiten wie Dauer, Auslöser und Reaktion dokumentieren, idealerweise per Video

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Häufig gefragt

Was ist die stabile Seitenlage beim Hund?

Dabei legst du deinen Hund auf die Seite, streckst den Hals leicht, damit die Atemwege frei bleiben, und unterstützt die Beine, damit er nicht wegrutscht. Diese Position hilft bei vorhandener Atmung, bis tierärztliche Hilfe eintrifft.

Muss ich auch zum Tierarzt, wenn mein Hund sich schnell wieder erholt?

Ja. Auch eine kurze Bewusstlosigkeit sollte immer tierärztlich abgeklärt werden, da die Ursache – etwa Herzprobleme, Krampfanfälle oder innere Blutungen – oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist.

Weitere Notfälle

Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Hunden. Er ist ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG), Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und hat mit RUDEL. das Canine Science Forum mitorganisiert.

Besonders wichtig ist ihm die Verbindung von praktischer Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und tiermedizinischem Wissen rund um den Alltag mit Hund. Vertieft hat er seine Perspektive unter anderem als Gastforscher am Max-Planck-Institut, im Austausch mit Dog Labs weltweit sowie bei Aufenthalten im spanischen Tierschutz und in Costa Rica, wo er unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mensch und Hund kennengelernt hat.