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Zeckenbiss beim Hund: Wann wird es gefährlich?

Bei Verdacht das tun:

  • Zecke möglichst schnell mit einer Zeckenzange oder -karte nah an der Haut fassen und langsam gerade herausziehen
  • Bissstelle mit mildem Desinfektionsmittel reinigen und die Stelle die nächsten 1-2 Wochen beobachten
  • Bei ringförmiger Rötung, Fieber oder Teilnahmslosigkeit (auch noch Tage bis Wochen später) sofort eine Tierarztpraxis kontaktieren

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Kurz erklärt:
Ein Zeckenbiss selbst ist meist harmlos, aber Zecken können gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Anaplasmose übertragen. Das Risiko steigt, je länger die Zecke am Hund saugt. Wird die Zecke schnell und sauber entfernt, sinkt das Infektionsrisiko deutlich.

Geprüft vom RUDEL. Fachteam Erste Hilfe Hund (zuletzt geprüft: 08.09.2026).

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Woran du es erkennst

  • Sichtbare Zecke im Fell oder auf der Haut
  • Rötung oder Schwellung an der Bissstelle
  • Kratzen oder Lecken an einer bestimmten Stelle
  • Ringförmige Rötung („Wanderröte“) um die Bissstelle
  • Fieber oder Teilnahmslosigkeit – auch noch Tage bis Wochen nach dem Biss möglich

Das musst du im Ernstfall tun

  • Deinen Hund ruhig halten und bei gutem Licht das Fell um die Zecke vorsichtig scheiteln
  • Die Zecke möglichst nah an der Haut mit einer Zeckenzange, -karte oder Pinzette fassen
  • Langsam und gleichmäßig herausziehen, nicht quetschen oder drehen
  • Die Stichstelle mit einem milden Desinfektionsmittel reinigen
  • Die Zecke sicher entsorgen, nicht mit den Fingern zerdrücken
  • Die Bissstelle 1 bis 2 Wochen beobachten – bei Rötung, Schwellung oder Fieber eine Tierarztpraxis kontaktieren

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Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Kein Öl, Alkohol oder Klebstoff auf die Zecke geben, bevor sie entfernt ist – das erhöht das Infektionsrisiko
  • Nicht ruckartig ziehen – dabei können Teile der Zecke in der Haut zurückbleiben
  • Zecken im Augenlid, im Gehörgang oder am After nicht selbst entfernen – das gehört in tierärztliche Hände
  • Eine ringförmige Rötung oder grippeähnliche Symptome nach einem Zeckenbiss nicht auf die leichte Schulter nehmen

Welche Hunde besonders gefährdet sind

  • Hunde mit viel Zeit in Wald, hohem Gras oder an Waldrändern
  • Hunde, die in der warmen Jahreszeit (März bis Oktober) oder bei mildem Winterklima häufig draußen sind
  • Hunde ohne Zeckenschutz (Spot-on, Halsband oder Tabletten)

So beugst du vor

  • Nach jedem Spaziergang im Wald oder hohen Gras das Fell nach Zecken absuchen
  • Zeckenschutzmittel (Spot-on, Halsband oder Tabletten) mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt abstimmen
  • Waldränder und hohes Gras in der Zeckensaison möglichst meiden
  • Gefundene Zecken möglichst schnell entfernen, um das Infektionsrisiko zu senken

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Häufig gefragt

Welche Krankheiten können Zecken auf meinen Hund übertragen?

Zecken können unter anderem Borreliose, Babesiose oder Anaplasmose übertragen. Das Risiko steigt, je länger die Zecke am Hund saugt – deshalb ist eine schnelle und saubere Entfernung wichtig.

Wann muss ich nach einem Zeckenbiss zum Tierarzt?

Wenn sich eine ringförmige Rötung um die Bissstelle bildet oder dein Hund grippeähnliche Symptome wie Fieber oder Teilnahmslosigkeit zeigt – auch wenn das erst Tage oder Wochen nach dem Biss auftritt. Beobachte die Bissstelle deshalb 1 bis 2 Wochen lang.

Weitere Notfälle

Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Hunden. Er ist ausgebildeter und zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG), Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und hat mit RUDEL. das Canine Science Forum mitorganisiert.

Besonders wichtig ist ihm die Verbindung von praktischer Erfahrung, wissenschaftlichen Erkenntnissen und tiermedizinischem Wissen rund um den Alltag mit Hund. Vertieft hat er seine Perspektive unter anderem als Gastforscher am Max-Planck-Institut, im Austausch mit Dog Labs weltweit sowie bei Aufenthalten im spanischen Tierschutz und in Costa Rica, wo er unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mensch und Hund kennengelernt hat.