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Wunde beim Hund reinigen: Anleitung

Warum das wichtig ist

Offene Wunden heilen beim Hund nicht immer problemlos – gerade Bisswunden können nach außen harmlos aussehen, aber tief im Gewebe stark infiziert sein. Eine richtige Reinigung senkt das Infektionsrisiko deutlich, ersetzt aber bei größeren oder tiefen Wunden nicht den Tierarztbesuch.

Fachlich geprüft von RUDEL. Redaktion (Platzhalter) · Zuletzt geprüft: 08.09.2026

Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder unklaren Symptomen wende dich immer an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Deine Checkliste

  • Deinen Hund ruhig halten, Bewegung kann die Blutung oder Verschmutzung verstärken
  • Hände desinfizieren oder Handschuhe tragen
  • Die Wunde vorsichtig mit steriler Kochsalzlösung oder Wasser spülen, bei starker Verschmutzung mehrfach
  • Mit einem alkoholfreien Wundspray desinfizieren
  • Eine saubere Kompresse locker auflegen und mit einer Mull- oder Fixierbinde befestigen, ohne Druck
  • Spätestens innerhalb von 12 Stunden tierärztlich kontrollieren lassen, bei tiefen oder stark blutenden Wunden schneller

Diese Fehler solltest du vermeiden

  • Jod, Wasserstoffperoxid oder Alkohol zur Desinfektion verwenden – das schädigt gesundes Gewebe und verzögert die Heilung
  • Cremes, Hausmittel oder Puder auf die Wunde auftragen
  • Eine tiefe Wunde, Bisswunde oder Wunde in Gelenknähe nicht tierärztlich untersuchen lassen
  • Lecken oder Kratzen an der Wunde zulassen, statt mit Halskragen oder Pfotenschuh gegenzusteuern

Das solltest du wissen

Offene Wunden entstehen häufig beim Toben mit anderen Hunden, beim Rennen durchs Gestrüpp, an Zäunen oder beim Sturz auf rauem Untergrund. Besonders anfällig sind Gelenknähe, Ohren, Rute, Lefzen und Pfoten. Wunden größer als 1 bis 2 cm oder klaffende Wunden müssen oft genäht werden.

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Häufige Fragen

Womit reinige ich eine offene Wunde bei meinem Hund?

Spüle die Wunde vorsichtig mit steriler Kochsalzlösung oder Wasser und desinfiziere sie anschließend mit einem alkoholfreien Wundspray. Verwende kein Jod, Wasserstoffperoxid oder Alkohol.

Wann muss eine Wunde vom Tierarzt versorgt werden?

Spätestens innerhalb von 12 Stunden, bei tiefen oder stark blutenden Wunden sofort. Auch kleine Bisswunden sollten tierärztlich untersucht werden, da sie oft tiefer sind, als sie aussehen.

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Tim Matschkowski, Gründer von RUDEL.

Über den Autor

Tim Matschkowski

Gründer & Ausbilder Erste Hilfe Hund bei RUDEL.

Tim ist Mitgründer und Geschäftsführer von RUDEL. Er ist Ausbilder für Erste Hilfe am Hund und zudem zertifizierter Hundetrainer (§ 11 TierSchG).